Die Geschichte um Dorothy

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In den frühen Morgenstunden des 28. Juni 1969 fand in der Bar „Stonewall Inn“ der sogenannte „Stonewall-Aufstand“ in New York statt. Zu dieser Zeit wurden immer wieder gewalttätige Razzien der Polizei in Kneipen gegen das trans- und homosexuelle Zielpublikum durchgeführt. Besonders betroffen von dieser Misshandlung und Willkür waren Afroamerikaner und solche mit lateinamerikanischer Herkunft.

Als sich in jener Nacht insbesondere Drag Queens, transsexuelle Latinas und Schwarze gegen die wiederkehrenden Kontrollen und Schikanen wehrten, führte dies zu tagelangen Straßenschlachten mit der New Yorker Polizei.

Nachdem in den folgenden Tagen über die Ereignisse in den Medien berichtet wurde, entstand in der Gesellschaft der Begriff: „Das sind Freunde von Dorothy“, um die Aufstände vor Unwissenden zu verharmlosen. Die Figur „Dorothy“ aus dem Filmklassiker „Der Zauberer von OZ“ ist bereits damals jedem bekannt gewesen. Gespielt wurde Sie von Judy Garland, welche schon in den 70er Jahren als Gay-Ikone galt.

Im Film gibt es mehrere Szenen, in denen sich Dorothy zu ihren „queeren“, schrägen und verrückten Freunden bekennt. Aus dieser Zeit abgeleitet, ist der Insider entstanden, unter dem sich noch heute „diskret“ LGBTI outen und treffen. Er wurde zum gängigen Synonym der lesbisch, schwulen Veranstaltungen, von denen das unmittelbaren Umfeld nichts merkten sollte.

Seitdem entstand aus den Demonstrationen im Sommer, für die Rechte von Schwulen und Lesben, eine internationale Tradition (CSD). So findet an jedem letzten Sonntag im Juni ein Straßenumzug in New York zum Gedenken an den „Christopher Street Liberation Day“ statt.

Dorothy gibt uns die Möglichkeit diese Welt etwas schöner zu gestalten und Farbe in den grauen Alltag zu bringen. Wir alle sind Freunde von ihr: schräg, anders, bunt und eben homosexuell mit allen Facetten. Gemeinsam können wir mehr erreichen, wir müssen nur bei uns anfangen – „Denn bereits ein kleiner Schritt kann große Spuren hinterlassen.“

XOXO,

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