“Vielfalt – Portraits” – die Gruppenausstellung

In Dorothy, News by Dorothy_M0 Comments


Schwul-Lesbisches Stadtfest oder Motzstraßenfest. Das alljährlich stattfindende Stadtfest, im bunten Schöneberger Kiez, ist unter vielen Namen in der Szene bekannt. Ein erster Indikator für das facettenreiche Treiben zu dieser Zeit auf den Straßen Berlins. Denn am Wochenende des 15. und 16. Julis verwandelt sich das Gebiet rund um den Nollendorfplatz in ein buntes Meer aus Freude, Toleranz und Offenheit.

Neben diesen wichtigen Faktoren ist Vielfalt das Schlagwort, welches im Zentrum des queeren Geschehens steht. Vielfalt ist ein sehr bedeutender Begriff in unserer heutigen Gesellschaft. Es gibt rund siebeneinhalb Milliarden Menschen, verteilt auf fünf Kontinenten dieses Planeten. Ob weiß, schwarz, groß, klein, dick, dünn, schwul, lesbisch, hetero- oder asexuell. Blond, braun, schwarz, grün oder lila. Jeder Mensch dieser siebeneinhalb Milliarden ist einzigartig und unvergleichbar.

Diese Diversität kann als unermüdliche Inspirationsquelle dienen. Wir können so aneinander Wachsen und unseren eigenen egozentrischen Horizont erweitern. Erst das macht unsere Menschheit zu etwas so Wunderbarem.

Acht Künstler- alle Vertreter verschiedener Kunstrichtungen – nahmen sich diesem Thema an und stellen nun anlässlich des Festes eine einzigartige Exposition in der FOD Galerie aus. Von bunt und malerisch, zu kühl und graphisch – der Ausstellungsname “Vielfalt” hätte nicht passender gewählt werden können.

Der erster Künstler dieser Gruppenausstellung ist ein deutscher Illustrator, Maler, Künstler und Grafiker. Olaf Hajek nutzt die Mythologie, Religion und Geschichte, um den Gegensatz zwischen Phantasie und Realität in unserer Kultur zu erforschen. Sein Merkmal sind kühne Kombinationen von Farbe, Textur und starken Themen.

Eine ganz anderer Partizipant ist Anja Tchepets. In St. Petersburg geboren, lebt und arbeitet die Künstlerin nach langen Aufenthalten in Kanada und New York, heute in Berlin. Sie studierte Grafikdesign in Kanada und Kommunikationsdesign/Illustration und Interdisziplinären Gestalten in Berlin­. Seitdem realisiert sie neben Papierarbeiten, aufwendige, einzigartige Bücher.

Die Kunstrichtung “Berliner Schule” wird durch die deutsche Malerin und Grafikerin, Elke Pollack vertreten. Man nannte sie bereits die “künstlerische Doppelbegabung”. Vor ihrer Zeit als freischaffende Künstlerin, studierte Pollack Musik in Dresden und spielte nebenher im Philharmonischen Orchester Rostock. Heute gehört sie zu den bedeutendsten Schülerinnen von Dieter Goltzsche.

Ob Papier, Leinen, Plexiglas, Textilien – Ali Görmez arbeitet mit den unterschiedlichsten Materialien, um seinen Gefühlen Ausdruck zu verleihen. Vor seiner künstlerischen Phase arbeitete er einige Jahre in der Investmentbranche. Stift und Papier waren bereits damals seine treuen Begleiter und wann immer eine freie Minute blieb, zeichnete er los. Ausgelöst durch die Achterbahnfahrt der Bankenkrise beschloss er, endlich seiner Passion nachzugehen und das kunstbegeisterte Kind in ihm freizulassen.

Die fünfte Künstlerin arbeitet seit 10 Jahren als freie Künstlerin und Dozentin mit Schwerpunkt in der digitalen Gestaltung. Zinah Zumorito hat im In- und Ausland Projekte und Workshops mit Kindern und Studenten durchgeführt. Ihr besonderes Merkmal ist die Arbeit mit Spraydosen.

Der Berliner Künstler Georg Weise hat über mehr als zwei Jahrzehnte ein einzigartiges Oeuvre von Bildern, Zeichnungen und Skulpturen geschaffen. Dabei hat Weise eine ganz eigene Ästhetik kreiert. Er perfektionierte seine Technik so lange, bis sie genau den Moment kristallisieren konnte, in welcher die Vision von Schönheit mit der des Betrachters eins wird.

Andreas Bütow hat erst 2010 die Malerei für sich entdeckt. Wie auf der Suche nach etwas Verborgenem trägt der Maler immer wieder Farben auf verschiedene Untergründe auf, um sie dann wieder ab zu kratzen, zu übermalen, auftauchen und verschwinden zu lassen. So entstehen einzigartige Bilderwelten, die den Betrachter mit auf eine unvorhersehbare Reise nehmen.

Der letzte besondere Teilnehmer ist Marcos Terol. Marcos ist ein aufstrebender, internationaler Künstler mit britischen und spanischen Wurzeln.  Er lebt in seinem Atelier in Málaga. Seine Arbeit ist kraftvoll, jedoch elegant. Durch seine umfangreichen Reisen wurde sein Interesse an Kultur und Geschichte stark geprägt, dies spiegelt sich sichtlich in seiner Themenwahl für seine Kunstwerke wieder.

Eine spannende Ausstellung, welche wunderbar die Geschehnisse des 25. Schwul-Lesbischen Straßenfestes untermalen. Wir sind äußerst stolz darauf, solch exklusive Werke bei uns in der Galerie ausstellen zu dürfen und somit einen noch größeren Teil zum Fest bei zu tragen.

Die Ausstellung ist am Wochenende des 15. und 16. Julis in unseren Räumen zu sehen.

XOXO,

Zur Ausstellung

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