Weihnachten – das Fest der Liebe

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Die Wohnung riecht nach frischer Tanne und die Lichter des Adventskranzes spiegeln sich flackernd in den schneebedeckten Scheiben wieder. Unter dem bunt geschmückten Baum türmen sich die liebevoll verpackten Geschenke – eines größer als das Andere. Ein Kind sitzt zusammengekauert vor dem prächtigen Baum und schaut traurig und wütend zu den Eltern hinüber. „Ein Handy? Ich habe mir doch das neue Ipad gewünscht!”, wimmert das Kind unter Tränen und schmeißt das Paket lieblos in die Ecke.

Zur gleichen Zeit an einem ganz anderen Ort ist eine ähnliche und doch komplett andere Geschichte zu sehen. Ein großer Raum – dezent aber dennoch liebevoll mit selbst gebastelter Dekoration geschmückt. In der Ecke steht ein kleiner krummer Baum mit bunten Plätzchen behangen. Unter dem Baum steht eine Schale mit Nüssen und Mandarinen. Eine junge Frau sitzt inmitten eines Stuhlkreises mit einem Buch vor sich gerichtet. Strahlende Kinder leuchten sie an und hören gespannt zu. Keine materiellen Geschenke, keine bunt verpackten Türme. „Ein so schönes Weihnachten hatte ich noch nie”, sagt ein kleiner Junge freudig mit einem Lebkuchen in der Hand. Die Frau schenkt den Kindern Liebe und Aufmerksamkeit. Genau das, was sie sich so sehr wünschen.

Diese kleine Szenarien sollen uns eines bewusst machen: Weihnachten ist das Fest der Liebe und des Zusammenkommens. In unserer materialistischen und kapitalistischen Gesellschaft geht es nicht mehr darum, den Menschen eine Freude zu schenken, sich Mühe zu geben und sich Gedanken zu der Person zu machen. Es geht darum das teuerste und größte Geschenk zu machen. Funkelnd, technisch oder adrenalinreich. Das GESCHENK steht im Vordergrund und nicht die LIEBE. Etwas zu schenken bedeutet kein Produkt, keine Schrauben, keine Edelsteine. Nicht ohne Grund spricht man vom „Freude schenken”.

Ein allseits bekanntes weihnachtliches Phänomen: soziales Engagement. Zu Weihnachten merken die Menschen plötzlich, dass es anderen Leuten schlechter geht als ihnen. Nicht ohne Grund steigen die Spenden zum Ende des Jahres deutlich. Natürlich ist es fantastisch, dass die Menschen etwas geben und sich für die Gesellschaft einsetzen. Jedoch ist dies ein Ansatz, der nicht nur zur Weihnachtszeit in den Köpfen der Menschen verankert sein sollte.

Es ist so einfach anderen eine Freude zu bereiten und etwas Gutes für unsere Gemeinschaft zu tun. Die kleinen Dinge machen das Leben schließlich lebenswert. Es geht nicht darum, Spenden im drei- oder fünfstelligen Bereich zu tätigen. Wie unsere kleine Geschichte am Anfang dieses Beitrags zeigt geht es um die Liebe und Güte der Menschen. Anderen Aufmerksamkeit oder generell Zeit zu schenken ist in der heutigen Zeit zu einem wertvollen Gut geworden oder gar zu einer Rarität.

Zeit ist Geld. Doch gibt Geld keine Liebe, keine Wärme und keine Geborgenheit. Beruft euch auf den Geist der Weihnacht und übertragt diese Gedanken in eure Lebensphilosophie. Im Internet gibt es eine Vielzahl an Organisationen, die für die Vermittlung ehrenamtlicher Tätigkeiten zuständig ist. Ob für die Arbeit mit Kindern, mit Tieren, Bedürftigen, Kranken oder älteren Menschen – es gibt eine Vielzahl an Projekten, die Ihre Hilfe benötigen. Gebt euch im Zuge der Weihnacht den Anstoß um ganzjährig mit kleinen Taten etwas Gutes zu tun.

Natürlich möchten die Friends of Dorothy und newman als Vorbild vorangehen und diese Philosophie vorleben. Wir unterstützen ganzjährig viele Künstler dabei, sich kreativ auszuleben und ihre Kunstwerke der Öffentlichkeit zu präsentieren. Wir nehmen keine Miete für unsere Räume oder stellen ein exklusives Recht an den Künstler. Es geht uns um die Förderung dieser Gesellschaft und den guten Willen. Geht es dem Künstler gut, geht es uns auch gut! Des Weiteren engagieren wir uns ganzjährigig in der LGBTQI*-Community. Ob beim Motzstraßenfest, der Folsom Europe oder die Berlin Queer Days – wir möchten ein Bewusstsein für den Respekt vor der Community schaffen und Aufklärung leisten, die in vielen Teilen der Gesellschaft fehlt.

Genießt die Weihnachtszeit und lasst euch von uns inspirieren. Gemeinsam können wir diese Erde zu einem schöneren und glücklicheren Ort machen – denn vergesst nicht: “Bereits ein kleiner Schritt kann Großes bewirken”.

XOXO,

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